Kompletter totaler Verschluss des Muttermundes im frühen 2. Trimenon (PDF)

Abstract
Ein Blasensprung zu einem frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft endet meist mit einer Beendigung der Schwangerschaft und ist mit einer hohen psychischen Belastung der Betroffenen verbunden. Es wird über zwei Fälle von Blasensprung im frühen 2. Trimenon berichtet, bei denen ein kompletter Verschluss des Zervikalkanals und des Muttermunds erfolgreich durchgeführt werden konnte. Hierbei wird nach dem Legen einer Cerclage nach McDonald der Zervikalkanal und die Portiooberfläche deepithelisiert und getrennt vernäht. In beiden Fällen verlief die Schwangerschaft danach unauffällig. Beide Kinder (heute sechs bzw. elf Jahre alt) haben sich gut entwickelt. Beide Mütter würden sich wieder für diesen Eingriff entscheiden. In Fällen eines sehr frühen Blasensprungs und Ausschluss einer lokalen Infektion ist es möglich, unter Einsatz einer maximalen Überwachung eine Schwangerschaft mit Hilfe des kompletten Verschlusses des Zervikalkanals und des Muttermunds zu erhalten.